Zuverlässige Kryptographie-Verfahren sollten fast unmöglich zu knacken sein. Der Aufwand für einen hochwertigen Algorithmus muss im Übrigen nicht unbedingt höher sein als für eine weniger effektive Lösung. Verfolgt man keine besondere Strategie, um einen Code zu knacken, muss man notfalls jede erdenkliche Kombinationen durchprobieren, bis man zufällig (siehe auch Entropie)- irgendwann die Lösung findet. Mit steigender Codelänge wächst zwar die benötigte Rechenzeit exponentiell, doch alle 18 Monate verdoppelt sich gemäß Mooreschen Gesetz die Performance der jeweils aktuellen Rechner. Für einen 56-Bit-Schlüssel benötigt man bereits ein Computernetzwerk. 64- bis 80-Bit-Schlüssel sind vorerst nur von wenigen Staaten und Institutionen zu knacken, so dass man einen 128-Bit-Schlüssel zurzeit noch als relativ sicher einstuft. Aber wie lange noch?
Aus der Länge des Schlüssels kann man nur ableiten, wie viele Versuche ein potentieller Angreifer im ungünstigsten Fall unternehmen muss um den Code zu brechen. In der Regel werden sehr viele solche Kombinationen durchgerechnet, bevor der Code gebrochen ist. Eine Methode, die sich mittels Brute-Force innerhalb einer Woche knacken lässt, kann auch schon zufällig nach drei oder vier Tagen, in Ausnahmefällen auch innerhalb eines Tages - aber nur mit sehr niedriger Wahrscheinlichkeit - entschlüsselt sein. Wie man sieht, ist die bloße Länge des Schlüssels nicht der einzige Garant für hohe Sicherheit. Wurde der Schlüssel aus einer Zufallssequenz abgeleitet und wurde diese Sequenz nur pseudo"-zufällig erzeugt, so kann auch ein vergleichsweise langer Schlüssel brechbar sein, wenn sich die Regel, nach der er errechnet wurde, ermitteln lässt. ArchiCrypt nutzt daher Ihre Mausbewegungen zur Erzeugung eines Zufallszahlenpools.